Valneva

Chikungunya

Das Chikungunya-Fieber ist eine durch Stechmücken übertragene Viruserkrankung, die in über 110 Ländern vorkommt. (1)

Für mehr Information kontaktieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Wichtige Fakten

  • Das Chikungunya-Fieber ist eine durch Stechmücken übertragene Krankheit, die durch das Chikungunya-Virus (CHIKV) hervorgerufen wird.(1)
  • Das Chikungunya-Virus (CHIKV) wird durch infizierte weibliche Mücken übertragen, am häufigsten durch Aedes aegypti und Aedes albopictus, die auch Dengue- und Zika-Viren übertragen können.(1)
  • Das Chikungunya-Fieber wurde mittlerweile in über 110 Ländern nachgewiesen.(1) Mit großen Ausbrüchen und vereinzelten Fällen, die vor allem in Amerika, Asien und Afrika gemeldet wurden, sowie gelegentlichen kleineren Ausbrüchen in Europa.(1)
  • Die Symptome von Chikungunya ähneln denen von Dengue und Zika, wodurch Chikungunya leicht falsch diagnostiziert werden kann.(1)
  • Chikungunya verursacht Fieber und starke Gelenkschmerzen, die oft lähmend sind und lange anhalten können. Weitere Symptome sind Gelenkschwellungen, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Müdigkeit und Hautausschlag.(1)
  • Bis zu 75 % der Infizierten entwickeln Symptome, am häufigsten hohes Fieber und Gelenkschmerzen.(2)
  • Bei bis zu 44 % der Betroffenen tritt eine chronische Form auf, die zu Funktionseinschränkungen führen kann und deren Folgen Monate bis Jahre anhalten können.(2,3)
  • Prävention beruht bislang vor allem auf Mückenstichprophylaxe, etwa Repellents, Moskitonetze und körperbedeckender Kleidung.(1) Jedoch lässt sich eine konsequente Umsetzung dieser Maßnahmen im Reissealtag nicht immer sicherstellen.(4)
  • Es gibt keine spezifische antivirale Behandlung für Infektionen mit dem CHIKV, aber fiebersenkende und schmerzstillende Medikamente können zur Linderung der Symptome eingesetzt werden.(1)
  • Reisende in Endemiegebiete sind einem Infektionsrisiko ausgesetzt.(5)
  • Der österreichische Impfplan empfiehlt Reisenden in Endemiegebiete ab dem vollendeten 12. Lebensjahr eine Schutzimpfung.(6)
  • Informieren Sie sich vor der Reise über mögliche prophylaktische Maßnahmen. Die Plattform www.reisemedizincheck.at hilft Ihnen bei der Suche nach einem Reisemedizin-Experten in Ihrer Nähe.

Was ist Chikungunya-Fieber?

Das Chikungunya-Fieber ist eine durch Stechmücken übertragene Krankheit, die durch das CHIKV hervorgerufen wird.(1)

„Chikungunya“ bedeutet in der Sprache des afrikanischen Makonde-Volkes „Gebeugter Gang/verkrümmt werden“, da die Krankheit zu starken Gelenkschmerzen führt, die eine gebeugte Haltung zur Folge haben.(7)

Wo tritt Chikungunya-Fieber auf?

CHIKV wurde inzwischen in mehr als 110 Ländern in Asien, Afrika, Europa und Amerika nachgewiesen.(1)

Schätzungsweise 75 % der Weltbevölkerung leben in Chikungunya-Risikogebieten.(8)

Zahlreiche Faktoren wie der Klimawandel, die Vektorenbewegung, die Anpassung von Viren und der weltweite Reiseverkehr können eine verstärkte Übertragung und somit das Auftreten von Chikungunya-Ausbrüchen begünstigen.(9)

Abbildung: Chikungunya - Länder und Gebiete mit CHIKV-Übertragung von 2020 bis 2024(10)TravellersChikungunyaMap-CDC2025_0226_DE.png

Wer kann am Chikungunya-Fieber erkranken?

Chikungunya-Ausbrüche sind unvorhersehbar, weit verbreitet und meist explosiv, daher lassen sich neue Fälle zeitlich und örtlich kaum prognostizieren.(1,5,11)

Das Risiko für Reisende ist in Gebieten, in denen derzeit eine Chikungunya-Epidemie herrscht, am größten.(5)

Reisende in endemische Regionen sind dem Risiko einer Infektion ausgesetzt.(5)

Was sind die Symptome und anhaltenden Folgen des Chikungunya-Fiebers?

Chikungunya verursacht Fieber und starke Gelenkschmerzen, die oft lähmend sind und lange anhalten können. Weitere Symptome sind Gelenkschwellungen, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Müdigkeit und Hautausschlag.(1)

Bis zu 75 % der Infizierten entwickeln Symptome, am häufigsten hohes Fieber und Gelenkschmerzen.(2)

Bei bis zu 44 % der Betroffenen tritt eine chronische Form auf, die zu Funktionseinschränkungen führen kann und deren Folgen Monate bis Jahre anhalten können.(2,3)

Bei chronischem verlauf kann die Lebensqualität um das 20-Fache eingeschränkt sein.(12)

Wie wird das Chikungunya-Fieber diagnostiziert?

Die klinische Diagnose einer Infektion mit dem Chikungunya-Virus ist erschwert, da die Symptome häufig denen von Dengue- und Zika-Infektionen ähneln.(13,14)

Das Chikungunya-Virus kann direkt in Blutproben nachgewiesen werden: In der ersten Woche der Erkrankung beispielsweise mithilfe von RT-PCR Tests, bis zu zwei Monate danach über Bluttests zur Antikörperbestimmung.(1)

Wie kann das Chikungunya-Fieber behandelt werden?

Es gibt keine spezifische antivirale medikamentöse Behandlung für CHIKV-Infektionen.(1)

Die klinische Behandlung umfasst die Behandlung von Fieber und Gelenkschmerzen, reichliches Trinken und allgemeine Ruhe.(1)

Wie kann man dem Chikungunya-Fieber vorbeugen?

Prävention beruht bislang vor allem auf Mückenstichprophylaxe, etwa Repellents, Moskitonetze und körperbedeckender Kleidung.(1) Jedoch lässt sich eine konsequente Umsetzung dieser Maßnahmen im Reissealtag nicht immer sicherstellen.(4)

Prophylaktische Schutzimpfungen sind in Österreich zugelassen und erhältlich.(6)

Referenzen

  1. WHO. Factsheet Chikungunya. April 2025. Online verfügbar: https://www.who.int/newsroom/
    fact-sheets/detail/chikungunya (Letzter Zugriff Februar 2026)
  2. Rama K, de Roo AM, Louwsma T, Hofstra HS, Gurgel do Amaral GS, Vondeling GT, et al. (2024) Clinical outcomes of chikungunya: A systematic literature review and meta-analysis. PLoS Negl Trop Dis 18 (6)
  3. Marimoutou C, et al. Chikungunya infection: selfreported rheumatic morbidity and impaired quality of life persist 6 years later. Clin Microbiol Infect 2015; 21: 688–693.
  4. Lalani T, Yun H, Tribble D, Ganesan A, Kunz A, Fairchok M, et al. A comparison of compliance rates with anti-vectorial protective measures during travel to regions with dengue or chikungunya activity, and regions endemic for Plasmodium falciparum malaria. J Travel Med. 2016;23(5).
  5. Staples JE, et al. CDC. Yellow Book. Health Information for International Travel. Edition 2026. Jan. 29,2026. Chikungunya. Online verfügbar: https://www.cdc.gov/yellow-book/hcp/travel-associatedinfections-diseases/chikungunya.html (Letzter Zugriff Februar 2026)
  6. BMSGPK. Impfplan Osterreich 2025/2026, Version 1.1 vom 10. Oktober 2025. Online verfügbar: https://www.sozialministerium.gv.at/Themen/Gesundheit/Impfen/impfplan.html (Letzter Zugriff Februar 2026)
  7. World Mosquito Program. Chikungunya. Online verfügbar:
    https://www.worldmosquitoprogram.org/en/learn/mosquito-borne-diseases/chikungunya
    (Letzter Zugriff Februar 2026)
  8. Puntasecca CJ, et al. Measuring the global burden of chikungunya and Zika viruses: A systematic
    review. PLoS Negl Trop Dis.2021; 15 (3): e0009055.
  9. American Society for Microbology. Climate, Vectors and Virus Keep Chikungunya a Global
    Focus. Published Nov 19,2025. Online verfügbar:
    https://asm.org/articles/2025/november/climate-vectors-viruses-chikungunya-globalfocus#:~:
    text=Chikungunya%20is%20generally%20characterized%20by,new%20regions%20v
    ia%20infected%20travelers (Letzter Zugriff Februar 2026)
  10. WHO. Global Chikungunya Epidemiology Update. June 2025. Online verfügbar: https://cdn.who.int/media/docs/default-source/documents/epp/ezh/chikungunya-epidemiologyupdate_11june2025.pdf (Letzter Zugriff Februar 2026)
  11. Tran QM, Soda J, Siraj A, Moore S, Clapham H, Alex Perkins T. Expected endpoints from future
    chikungunya vaccine trial sites informed by serological data and modeling. Vaccine. 2023 Jan
    4;41(1):182-192. doi: 10.1016/j.vaccine.2022.11.028
  12. Ramachandran V, Malaisamy M, Ponnaiah M, Kaliaperuaml K, Vadivoo S, Gupte MD. Impact of Chikungunya on health related quality of life Chennai, South India. PLoS One. 2012;7 (12): e51519.
  13. Rabe I, et al. CDC 2016. Zika Virus What clinicians need to know? Online verfügbar: https://stacks.cdc.gov/view/cdc/37697 (Letzter Zugriff Februar 2026)
  14. Dinkar A, Singh J, Prakash P, Das A, Nath G. Hidden burden of chikungunya in North India; A prospective study in a tertiary care centre. J Infect Public Health. 2018; 11 (4): 586-91

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