TYPHUS

Typhus ist eine akute systemische Infektion, die mit jährlich ca. 22 Millionen Erkrankungen und 200.000 Todesfällen weltweit eine der häufigsten Ursachen von Krankheit und Todesfällen in Entwicklungsländern darstellt. (Quelle)

Für mehr Information kontaktieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Wichtige Fakten

  • Typhus ist eine schwerwiegende Erkrankung. Sie wird durch Wasser und Nahrungsmittel verursacht, die mit Salmonella typhi Bakterien–kontaminiert sind (6)
  • Jährlich treten ca. 22 Millionen Typhuserkrankungen und 200.000 Todesfälle durch Typhus auf (6)
  • Die Infektion kann mit verschiedenen anderen Fieber verursachenden Krankheiten verwechselt werden; da das wichtigste Symptom anhaltendes Fieber ist (4)
  • Bei bis zu 10% der Betroffenen geht die Krankheit mit ernsthaften Komplikationen einher (4)
  • Ohne Antibiotika-Behandlung beträgt die Sterblichkeitsrate bei Typhus 10-20% (4)

Was ist Typhus?

Typhus ist eine akute lebensbedrohende Fiebererkrankung, die durch Infektion mit Salmonella typhi(S. typhi)–Bakterien entsteht. S. typhi ist sehr aggressiv und nur bei Menschen ansteckend. (6)
Video XYZ

Wo tritt Typhus auf?



Angelehnt an Crump et al. The global burden of typhoid fever.
Bulletin of the World Health Organisation 2004:82:346-53


Die Typhuserkrankung (mehr als 100 Erkrankungen pro 100.000 Menschen jährlich) tritt sehr häufig in Süd-, Zentral-, und Südost-Asien auf. Eine mittlere Häufigkeit (10-100 Erkrankungsfälle pro 100.000 Menschen jährlich) wurde in alle anderen asiatischen Ländern (inklusive Länder der ehemaligen Sowjetunion), (4) Afrika, Lateinamerika, der Karibik und Ozeanien (mit Ausnahme von Australien und Neuseeland) verzeichnet. In Europa, Nordamerika und den restlichen Industrieländern ist die Häufigkeit niedrig (jährlich weniger als 10 Erkrankungen pro 100.000 Menschen). (2)

Wer kann an Typhus zu erkranken?

Regionen, in denen Typhus endemisch verläuft, stellen ein großes Ansteckungsrisiko für Reisende dar. Eine US-Studie über gemeldete Typhuserkrankungen in New York zwischen 1980 und 1990 hat gezeigt, dass 67% der Erkrankungsfälle reisebezogen waren. (3)

Was sind die Symptome bei Typhus?

Die durch S. typhi verursachte akute generalisierte Infektion des retikuloendothelialen Systems einschließlich des lymphatischen Gewebes, Nieren und Gallenblase sowie die intermittierende Bakteriämie kann zu einer Vielzahl von klinischen Krankheitsbildern führen; am häufigsten sind es Grippe-ähnliche Symptome mit anhaltendem Fieber.

Zu den klinischen Symptomen von Typhus zählen anhaltendes Fieber, rötliche Flecken, Krankheitsgefühl, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Verstopfung bei Erwachsenen oder Durchfall bei Kindern bzw. HIV-Patienten, Krämpfe bei Kindern, Anorexie, Übelkeit und Muskelschmerzen. (4)

Wie kann Typhus behandelt werden?

Unterstützende Maßnahmen wie orale oder intravenöse Flüssigkeitszufuhr sowie die Gabe von fiebersenkenden Medikamenten sind wichtig bei der Behandlung von Typhus. Entsprechende Ernährung und Bluttransfusionen können ebenfalls zum Einsatz kommen. Mehr als 90% der Patienten können zu Hause mit oralen Antibiotika, zuverlässiger Betreuung und engmaschiger ärztlicher Kontrolle behandelt werden, wobei letzteres zur Vermeidung von Komplikationen und bei Nicht-Ansprechen auf Therapie wichtig ist. (1) Bei Patienten mit anhaltendem Erbrechen und Bauchschmerzen können jedoch eine stationäre Behandlung und die parenterale Antibiotika-Therapie notwendig sein. (5)



Referenzen

  1. Committee to Advise on Tropical Medicine and Travel (CATMAT). Statement on overseas travellers and typhoid. Can Commun Dis Rep 1994; 20: 61–2.
  2. Crump JA, Luby SP, Mintz ED. The global burden of typhoid fever. Bull World Health Organ 2004; 82: 346–53
  3. Mathieu JJ, Henning KJ, Bell E, Frieden TR. Typhoid fever in New York City, 1980 through 1990. Arch Intern Med 1994; 154: 1713–8
  4. Background document: The diagnosis, treatment and prevention of typhoid fever. PDF
  5. Punjabi NH. Typhoid fever. In: Rakel RE, editor. Conn’s Current therapy. Fifty-second edition. Philadelphia: WB Saunders; 2000. p.161-5
  6. cdc.gov

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