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Japanische Enzephalitis

Die Japanische Enzephalitis ist eine potenziell tödlich verlaufende Infektionskrankheit. Sie tritt hauptsächlich in Asien auf, mit rund 100 000 klinischen Fällen pro Jahr.(1)

Für mehr Information kontaktieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Japanische Enzephalitis Flyer (PDF)
Japanische Enzephalitis Poster (PDF)

Wichtige Fakten

  • Japanische Enzephalitis (JE) ist die häufigste Ursache von Gehirnentzündungen (Enzephalitis) in Asien mit geschätzten jährlichen 100 000 klinischen Fällen, die durch eine Impfung verhindert werden kann.(1,2)
  • Die Japanische Enzephalitis (JE) tritt in 25 Ländern Südostasiens und des Westpazifiks auf.(3)
  • Das Japanische Enzephalitis Virus (JEV) wird durch Stiche infizierter Mücken der Gattung Culex (hauptsächlich Culex tritaeniorhynchus) auf den Menschen übertragen.(1)
  • Eine Infektion mit dem Japanischen Enzephalitis-Virus (JEV) kann zu fieberhaften Erkrankungen oder neurologischen Erkrankungen wie Meningitis oder Enzephalitis führen.(4)
  • Die Sterblichkeitsrate kann bei Betroffenen, die Krankheitssymptomen entwickelt haben, bis zu 30 % betragen.(1,2)
  • Bis zu 50 % der Überlebenden können schwerwiegende neurologische, kognitive oder psychiatrische Folgeerscheinungen erleiden.(1,2)
  • Derzeit gibt es keine antivirale Behandlung für JE.(1,2)
  • Reisende sollten weitere Vorsichtsmaßnahmen treffen, um Mückenstiche zu vermeiden. Zu den persönlichen Präventionsmaßnahmen gehören unteranderem die Verwendung von Mückenschutzmitteln und das Tragen von langärmeliger Kleidung.(1,2)
  • Der österreichische Impfplan empfiehlt Reisenden in Endemiegebiete Asiens eine Schutzimpfung.(5)
  • Informieren Sie sich vor der Reise über mögliche prophylaktische Maßnahmen. Die Plattform www.reisemedizincheck.at hilft Ihnen bei der Suche nach einem Reisemedizin-Experten in Ihrer Nähe.

Was ist JE?

Die Japanische Enzephalitis (JE) ist eine potenziell schwerwiegende Erkrankung, die durch das Japanische-Enzephalitis-Virus, ein von Mücken übertragenes Flavivirus, verursacht wird und eng mit Dengue-,Gelbfieber- und West-Nil-Viren verwandt ist.(1)

JE ist die Hauptursache für virale Enzephalitis in Asien.(1)

Das JE-Virus wird durch Stiche einer infizierten Stechmücke der Culex-Art (hauptsächlich Culex tritaeniorhynchus), auf den Menschen übertragen.(1)

Das Virus wird in einem enzootischen Zyklus zwischen Stechmücken und Wirbeltierwirten, vor allem Schweine und Wasservögel, aufrechterhalten.(1,2)

Youtube Video JE

Wo tritt JE auf?

In 25 Ländern Asiens und in Teilen des West-Pazifik ist JE endemisch.(3)

Das Verbreitungsgebiet des JE-Virus hat sich in den letzten Jahren ausgeweitet, insbesondere in Australien, wo zwischen 2021 und 2022 weitläufige Übertragungsgebiete festgestellt wurden.(2)

Die Risikogebiete in Australien umfassen folgende Regionen: Äußere Torres-Strait-Inseln, Tiwi-Inseln und einige Gebiete des Festlandes (Teile von New South Wales, Victoria, Queensland, South Australia und Northern Territory).(3)

Die Übertragung des Virus erfolgt in ländlichen landwirtschaftlichen Gebieten, die oft in Verbindung mit Reisanbau und Bewässerung stehen.(2) Die Übertragung kann aber auch in städtischen Zentren erfolgen.(2) In den gemäßigten Zonen Asiens ist die Übertragung saisonal, und die meisten Fälle treten im Sommer und Herbst auf.(2) In den Subtropen und Tropen variiert die saisonale Übertragung je nach Monsunregen und Bewässerungspraktiken und kann sich verlängern oder sogar das ganze Jahr über auftreten.(2)

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Wer kann an JE erkranken?

Für die meisten Asienreisenden ist das JE-Risiko äußerst gering, es variiert jedoch je nach Reiseziel, Reisedauer, Jahreszeit und Aktivitäten.(2)

Allerdings können Personen, die sich längere Zeit in ländlichen Regionen aufhalten, in denen das JE-Virus aktiv übertragen wird, einem ähnlichen Risiko wie die einheimischen Kinder ausgesetzt sein.(2)

Reisende, die sich nur für kurze Zeit in ländlichen Gebieten aufhalten, können auch einem erhöhten Risiko ausgesetzt sein, wenn sie sich zu den Hauptübertragungszeiten oder in der Nacht im Freien aufhalten.(2)

Was sind die Symptome und Langzeitfolgen von JE?

Die meisten mit JE infizierten Personen zeigen keine Symptome oder haben nur leichte Symptome.(2) Die akute Enzephalitis ist die bekannteste klinische Manifestation einer Infektion mit dem JE-Virus.(2) Die Inkubationszeit liegt zwischen 5 und 15 Tagen.(2)

Die Krankheit beginnt in der Regel mit plötzlich auftretendem Fieber, Kopfschmerzen und Erbrechen.(2) In den nächsten Tagen kann es zu Veränderungen des mentalen Status, fokalen neurologischen Defiziten, allgemeiner Schwäche und Bewegungsstörungen kommen.(2) Die klassische Beschreibung von JE umfasst Parkinson-ähnliche Symptome.(2) Akute schlaffe Lähmungen wurden ebenfalls mit einer JE-Virusinfektion in Verbindung gebracht.(2) Krampfanfälle sind ebenso häufig, insbesondere bei Kindern.(2)

Die Sterblichkeitsrate liegt bei etwa 20-30%.(2)

Von den Überlebenden haben 30-50% schwerwiegende neurologische, kognitive oder psychiatrische Folgeerscheinungen.(2)

Wie kann JE behandelt werden?

Derzeit gibt es keine wirksame antivirale Behandlung gegen JE.(1,2,4)

Es kommen lediglich unterstützende und intensivmedizinische Maßnahmen, um die Symptome zu lindern und den Patienten zu stabilisieren, zum Einsatz.(1,2,4)

Um das Risiko einer JE-Erkrankung zu verringern, sollten alle Reisenden, die in JE-Risikogebiete reisen, Vorsichtsmaßnahmen treffen, um Moskitostiche zu vermeiden.(1,2,4)

Zur Vorbeugung der Krankheit stehen Impfstoffe zur Verfügung.(1,2)

Referenzen

  1. WHO. Fact sheet. Japanese Encephalitis. August 2024. Online verfügbar: https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/japanese-encephalitis (Letzter Zugriff Februar 2026)
  2. CDC. Yellow Book. Japanese Encephalitis. April 23,2025. Online verfügbar: https://www.cdc.gov/yellow-book/hcp/travel-associated-infections-diseases/japanese-encephalitis.html (Letzter Zugriff Februar 2026)
  3. CDC. Areas at Risk for Japanese Encephalitis. Feb 4, 2026. Online verfügbar: https://www.cdc.gov/japanese-encephalitis/data-maps/?CDC_AAref_Val=https://www.cdc.gov/japaneseencephalitis/maps/ (Letzter Zugriff Februar 2026)
  4. CDC. Japanese Encephalitis Virus. Symptoms, Diagnosis, and Treatment. November 19, 2025. Online verfügbar: https://www.cdc.gov/japanese-encephalitis/symptoms-diagnosis-treatment/index.html (Letzter Zugriff Februar 2026)
  5. BMSGPK. Impfplan Osterreich 2025/2026, Version 1.1 vom 10. Oktober 2025. Online verfügbar: https://www.sozialministerium.gv.at/Themen/Gesundheit/Impfen/impfplan.html (Letzter Zugriff Februar 2026)

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