TOLLWUT

Tollwut ist eine tödliche, aber vermeidbare Viruserkrankung. Sie kann auf Menschen und Haustiere übergreifen, wenn diese von einem tollwütigen Tier gebissen oder gekratzt werden. (Quelle)


Für mehr Information kontaktieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Wichtige Fakten

  • Tollwut ist eine Viruserkrankung, die durch eine Impfung vermeidbar ist und in mehr als 150 Ländern und Gebieten weltweit vorkommt. (1-4)
  • Infektionen verursachen jedes Jahr zehntausende von Todesfällen, vor allem in Asien und Afrika. (1-3)
  • In bis zu 99% der Fälle sind Hunde für die Übertragung des Tollwutvirus auf den Menschen verantwortlich. (1-4)
  • 40% der Menschen, die von verdächtigen tollwütigen Tieren gebissen werden, sind Kinder unter 15 Jahren. (1)
  • Die Ausbreitung von Tollwut kann durch die prophylaktische Impfung von Hunden und dem Vermeiden von Hundebissen verhindert werden. (1,4)
  • Nach einem Biss, ist die sofortige und gründliche Reinging der Bisswunde oder des Kratzers notwendig, da dadurch das Risiko einer Tollwutübertragung substantiell verringert werden kann. (1,2,4)
  • Tollwut verläuft nahezu immer tödlich sobald klinische Symptome auftreten. Wenn Sie mit Tieren in der Wildnis oder fremden Tieren in Kontakt kommen, speziell wenn Sie gebissen oder gekratzt wurden, sollten Sie die Wunde sofort mit Seife und Wasser waschen und mit einem Arzt über das Tollwutrisiko sowie über etwaige medizinische Maßnahmen sprechen. (1-4)

Was ist Tollwut?

Tollwut ist eine durch Impfung vermeidbare, von Tier auf Mensch übertragene Viruskrankheit. Sobald klinische Symptome auftreten, ist die Tollwut praktisch zu 100% tödlich. In bis zu 99% der Fälle sind Hunde für die Übertragung des Tollwutvirus auf den Menschen verantwortlich. (1-4)
Das Tollwutvirus infiziert das zentrale Nervensystem. Wenn eine Person nach einer möglichen Tollwut-Ansteckung nicht die entsprechende medizinische Versorgung erhält, kann das Virus eine Erkrankung des Gehirns verursachen, die letztlich zum Tod führt. (1,2,4)
Tollwut wird über direkten Kontakt (z.B. durch offene Wunden, Kontakt mit den Schleimhäuten der Augen, Nase oder Mund) mit Speichel oder über Nervengewebe eines infizierten Tieres übertragen. (1-4) Eine Übertragung kann auch erfolgen, wenn Speichel infizierter Tiere in direkten Kontakt mit menschlicher Schleimhaut oder frischen Hautwunden kommt. (1-4) Eine Übertragung durch Bisse oder Speichel von Mensch zu Mensch ist theoretisch möglich, wurde aber nie bestätigt. (1-4)
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Wo tritt Tollwut auf?

Tollwut ist auf allen Kontinenten mit Ausnahme der Antarktis verbreitet, wobei über 95% der menschlichen Todesfälle in den Regionen Asien und Afrika auftreten. (1-3)

Wer kann an Tollwut erkranken?

  • Betroffen sind alle Reisende in Gebiete, in denen Tollwut auftritt. (1-3)
  • Weltweit werden nur ein Bruchteil der durch Tollwut verursachten Todesfälle gemeldet und Kinder im Alter von 5-14 Jahren sind am stärksten betroffen. (1-3)
  • Menschen werden in der Regel nach einem tiefen Biss oder Kratzer eines Tieres mit Tollwut infiziert. Die Übertragung auf den Menschen durch tollwütige Hunde macht 99% der Fälle aus. Die Fledermaus-Tollwut ist auch in Australien und Westeuropa eine wachsende Bedrohung. (1-4)

Was sind die Symptome und Langzeitfolgen von Tollwut?

  • Die Inkubationszeit bei einer Tollwutinfektion beträgt normalerweise 2-3 Monate, dies kann aber von einer Woche bis hin zu einem Jahr variieren und ist von vielen Faktoren (z.B. welches Körperteil betroffen ist) abhängig. (1,2,4)
  • Die ersten Symptome der Tollwut können jenen einer Grippe sehr ähnlich sein, einschließlich allgemeiner Schwäche oder Unwohlsein, Fieber oder Kopfschmerzen, sowie Wundschmerzen. Diese Symptome können einige Tage lang anhalten. (1,2,4)
  • Die Tollwuterkrankung schreitet schnell von unspezifischer Symptomatik mit Fieber und allgemeinen Symptomen zu einer akuten Form der Enzephalitis fort. Die neurologische Phase ist charakterisiert durch Angstzustände, Lähmungserscheinungen und andere Symptome von Enzephalitis. Krämpfe der Schluckmuskulatur können durch den Anblick oder durch Geräusche, welche mit Wasser assoziiert sind, hervorgerufen werden (Hydrophobie); Wahnvorstellungen und Krämpfe können auftreten, gefolgt von Koma und Tod. (1,2,4)
  • Sobald klinische Anzeichen von Tollwut auftreten, verläuft die Krankheit fast immer tödlich und die Behandlung ist in der Regel nur noch unterstützend. (1,2,4)

Wie kann Tollwut behandelt werden?

  • Erste-Hilfe-Maßnahme nach einem Biss: Gründliche Spülung und das Waschen der Wunde mit Seife und Wasser für mindestens 15 Minuten. (1,2,4)
  • Wenn Sie gebissen oder gekratzt werden oder verunsichert sind und da Tollwut eine tödliche Krankheit ist, sollten Sie sofort ärztlichen Rat in einem kompetenten medizinischen Zentrum einholen. Tollwut bei Menschen ist durch sofortige angemessene medizinische Versorgung zu 100% vermeidbar. (1,2,4)
  • Post-expositionsprophylaxe (PEP) nach einem verdächtigen Tollwutkontakt für Menschen, die noch nie gegen Tollwut geimpft wurden, besteht aus einer Dosis Anti-Tollwut Immunglobulin, sowie der Tollwutimpfung am Tag des Kontakts, als auch mehreren weiteren Impfdosen in weiterer Folge (3-4 abhängig vom Impfschema). (1,2,4)
  • Für Menschen, die vor dem verdächtigen Tollwutkontakt bereits gegen Tollwut geimpft waren, entfällt die Verabreichung von Immunglobulin und die Post-expositionsprophylaxe kann auf zwei Impfungen verringert werden. (1,2,4)

Referenzen

  1. WHO Fact sheet; www.who.int Last accessed September 2020
  2. Centers for Disease Control and Prevention. Yellow Book 2020. Chapter 4 Travel-Related Infectious Diseases. Rabies. wwwnc.cdc.gov Last accessed September 2020
  3. WHO – rabies; www.who.int Last accessed September 2020
  4. Centers for Disease Control and Prevention. Rabies; www.cdc.gov Last accessed September 2020

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